Einstiegserfahrungen - Shih Tzu vom Johannisthaler Feld

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Hundezucht
 
Ein Erfahrungsbericht, vielleicht nützlich für Leute, welche unverhofft zu Hobbyzüchtern werde.
 
 
Ausgangssituation:
 
Durch Tierliebe und verschiedene andere Umstände (siehe auch unter Viererbande und Rambo, Brutus, Pia und Princess) wurde unsere Shih Tzu-Familie im Laufe der Zeit größer. Da es sich hierbei um Rüden und Hündinnen handelt ist es nicht auszuschließen, dass diese den Trieben der Natur nachgeben und sich irgandwann vermehren.
 
Während Rambo keiner anerkannten Zucht entstammt, ist Brutus aus einer Hobbyzucht, beide jedoch ohne Zuchtpapiere bzw. Stammbaum. Pia und Princess verfügen jeweils über die Zuchtpapiere des Verbandes Vereinigten Rassehunde-Züchter e.V. (VRZ) und sind im Deutschen Hundestammbuch (DHS) eingetragen.
 
Es war und ist keinesfalls unser Ziel, Hunde gewerbsmäßig zu züchten. Vielmehr sollen die Hunde Familienmitglieder sein, dabei sich austoben dürfen, auch mal über die Felder zu rennen und nicht nur ständig auf "schön" getrimmt zu werden. Auch eine Zwingerhaltung lehnen wir ab, unsere Hunde leben mit uns (und sind damit offensichtlich sehr zufrieden).
 
 
In Unkenntnis der möglichen Probleme entstand dann die Idee, sich einem Hunde(-züchter)-Verein anzuschließen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und im Falle von Hundenachwuchs dem Neubesitzer durch ordentliche Papiere ein sicheres Gefühl beim Erwerb eines Hundes zu geben.
 
 
Nach einer intensiven Recherche im Internet kontaktierten wir einen Funktionsträger in dem angeblich "ältester zuchtbuchführender Verein" für Kleinhunde.
 
Gleich zu Beginn wurden wir darüber aufgeklärt, dass unsere Hunde - auch wenn sie über Zuchtpapiere anderer Verbände (hier: VRZ-DHS) verfügen keinesfalls als Rassehunde anerkannt werden. Derartige "Dissidenzhunde" haben sich einer (gebührenpflichtigen) Phänotypisierung zu stellen (je Hund 250.-€), bei denen ein Zuchtrichter die Zugehörigkeit zu einer Rasse, sowie bei Bedarf die Zuchttauglichkeit (je Hund 50.- €) feststellt. Voraussetzung für diese Prüfung ist das der Hund gechippt und geimpft ist, eine Kniescheiben-/PL-untersuchung (je Hund 50.- €) absolviert hat und der Besitzer Mitglied des Vereines wird (jährlich 50.- €). Hinzu kommt dann noch die Eintragung in das Zuchtbuchregister (60.- €) und die Gebühren für die Zuchtstättenbesichtigung durch den Zuchtwart des Vereins. Weitere Kosten entstehen dann, wenn an Ausstellungen teilgenommen wird und tatsächlich einmal Hundenachwuchs kommen sollte.
 
Im weiteren Gespräch wurde deutlich, dass unsere Vorstellung von der Hundehaltung (unser Motto: Hunde sollen Hunde sein und artgerecht leben) nicht mit den Zielen des Vereins (Haltung und Züchtung von Schauhunden) übereinstimmt.
 
Folglich wurde uns angetragen, falls unsere "Bastarde" (sinngemäß) sich vermehren, diese einfach so (ohne weitere Papiere)über das Internet "verscherbeln".
 
 
Diese Auskünfte machten weitere Recherchen im Internet notwendig, bei welchen interessante Informationen gefunden wurden. Offensichtlich bemängelt das Bundeskartellamt vor vielen Jahren die Monopolstellung des Vereins, welcher sich wie folgt darstellt "50 Jahre mit allen Höhen und Tiefen, die ein Verein und seine Mitglieder überhaupt erleben kann. Jahre, in denen Liebhaber unserer Kleinhunde den VK auf die Beine stellten; Jahre, in denen einzelne Mitglieder glaubten, sich nicht genug profilieren zu können und Zweit- und Drittvereine gegründet wurden; Jahre, in denen Vorstandsmitglieder den Verband ... (Anmerkung: hier bewusste Auslassung des Namens) fast in den Ruin trieben, aber auch Jahre, in denen der Verband ... durch die gemeinschaftliche Zusammenarbeit von verantwortungsvollen Mitgliedern und einer zuverlässigen Vorstandschaft zu dem gewachsen ist, was er heute darstellt: Einen mitgliedsmäßig, züchterisch und finanziell gesicherten Verband ..., der im In- und Ausland höchstes Ansehen genießt! " (Quelle: Vorwort aus der 50-Jahre Chronik des Vereins).
 
Offensichtlich beachtet dieser Verein (oder zumindest einige seiner Verantwortlichen) die Weisungen des Bundeskartellamts und deren Umsetzungsanordnungen des Vorstandes von 2002/2003 nicht und ist weiter bestrebt seine Monopolstellung zu behaupten und andere Vereine, deren Mitglieder und die von diesen gehaltenen/gezüchteten Tiere zu diskreditieren.
 
Zumindest die eigenen Erfahrungen bestätigen dies (siehe oben).
 
Wer sich weiter über dieses Thema informieren möchte sein angeraten, sich im Internet mit Suchbegriffen wie "Hundezucht", "Monopol", "Kartell" u.ä. ein eigenes Bild zu schaffen.

Nachtrag:
Am 14.11.2016 meldete ich mich bei Forum "Shihtzu-fanclub.de" an um mich ggf. mit anderen Shih Tzu-Liebhabern über verschiedenste Dinge auszutauschen.
Unmittelbar darauf wurde ich von der Moderatorin des Forums angeschrieben und zu meinen Erfahrungen beim Versuch der Anmeldung im Zuchtverein VK befragt. Ich bestätigte auf Nachfrage, dass meine Schilderung der Tatsache entspricht und aktuell ist (aus 2016). Ich versuchte das Thema hierzu abzuschließen, da es sich schlßlich um ein Forum handelt, bei welchem die Hunde im Vordergrund stehen sollten und nicht der Verein.
Am folgenden Tag erhielt ich folgende Nachricht:
"...nach Rücksprache mit etlichen Züchtern die kürzlich in den VK e.V. gewechselt sind und ihre Hunde alle *Problemlos" mit übernommen bekommen haben, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass Du nicht in unsere Forumsgemeinschaft passt, und ich werde Dich daher wieder als Mitglied löschen!!!
Das ist nicht böse gemeint, und ich wünsche Dir auf Deinem Weg viel Erfolg..."

Da ich mich in diesem Forum nicht mehr dazu äußern konnte möchte ich hier meinen Eindruck wiedergeben:
Ich dachte es wäre ein Shih Tzu- und kein Vereinsforum.
Zum Thema Meinungsfreiheit, Toleranz und Respekt (gegenüber Mitgliedern anderer Vereine) fiel mir die Rede von Reichskanzler Fürst Bernhard von Bülow aus 1903 ein, in welcher er während einer Auseinandersetzung im Reichstag ausrief: .Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein."
Der Psychoanalytiker Werner Bohleber schreibt zu diesem Zitat: „Das Anderssein muss ausgeschaltet werden, entweder aus der Wahrnehmung durch Verleugnung oder durch die psychische Entfernung der anderen Person.“


 
 
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aktualisiert am 17.08.2017
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